Aktuelles

Das 10. Norddeutsche Umweltsymposium wirft seinen Schatten voraus

Der Deutsche Berufsverband Klinischer Umweltmediziner e.V. lädt am 22. und 23. Februar 2019 zum inzwischen zehnten Mal an die Kieler Förde ein. Der erschöpfte Patient steht im Fokus unserer zweitägigen Jubiläumsveranstaltung.

Die Zahl der Patienten, die in den ärztlichen aber auch zahnärztlichen Praxen mit Symptomen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, andauernder Erschöpfung und Fatigue begegnen, nimmt ständig zu. Häufig werden diese Symptome von einer Reihe anderer Beschwerden begleitet. Fatigue kann viele Ursachen haben: Stress, physische und psychische Überforderung, Infektionen, Schlafstörungen, aber auch Organerkrankungen, kommen in Frage. Gesondert zu betrachten ist das chronic fatigue syndrome (CFS), das nach heutigem Wissen ein eigenständiges Krankheitsbild darstellt. In der Praxis gilt es zu unterscheiden, ob die Fatigue entzündlich bedingt ist oder nicht. Für die praktisch tätigen Kollegen ist es von Bedeutung, die Fatigue richtig einzuordnen, die richtigen Fragen zu stellen, die richtigen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen einzuleiten, um Erfolg zu haben. Hierbei sollen die Referate und Diskussionen unterstützen.

Neben der Diagnostik soll die Therapie ganz im Vordergrund der diesjährigen Beiträge stehen. Anhand von Patientenfällen soll das praktische Vorgehen transparent gemacht werden. Wir freuen uns mit Ihnen auf spannende Vorträge, erfrischende Diskussionen und therapeutischen Austausch und laden alle Interessierten nach Kiel ein.

Autor: Dr. med. Claus-Hermann Bückendorf | Vorstand Deutscher Berufsverband Klinischer Umweltmediziner e. V. 

(Artikel aus der UMG 4. Quartal 2018)

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Prof. Dr. Huber

Am 23. Juni 2017 erhielt Prof. Dr. Wolfgang Huber das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, überreicht durch Frau Theresia Bauer, Wissenschaftsministerin in Baden-Württemberg.

Im Kreis seiner Familie, vieler Freunde, politischer Weggefährten – Wolfgang Huber war über viele Jahre aktiv in die Politik der Stadt Heidelberg eingebunden – und natürlich auch seiner medizinischen Weggefährten und Freunde dankte Frau Bauer Wolfgang Huber für seine Hartnäckigkeit und sein Bestreben, den Menschen sein Bestes zu geben. Sie verwies durchaus auf die politischen Fehler der Vergangenheit und endete ihre Rede mit dem Wunsch, dass es zu hoffen sei, dass viele Ärzte seinem Beispiel folgen.

Dr. Kurt Müller wurde in seiner Laudatio für seinen langjährigen Freund deutlicher, beschrieb den Lebensweg, zeigte die Konflikte auf, mit denen Wolfgang Huber konfrontiert wurde, die er aber im Sinne seiner Patienten und nie für seinen eigenen Komfort löste.

Für Wolfgang Huber war es eine späte Rehabilitation, wurde er in den vergangenen Jahrzehnten doch immer wieder persönlich angegangen wegen seines Engagement in dem von 1991 bis 1993 stattfindenden Frankfurter Holzschutzmittelprozess, wegen einer Politik, die die chronisch kranken Menschen vernachlässigt und psychiatrisiert.

Das heutige Verbot der Anwendung von Holzschutzmitteln in Innenräumen ist nicht zuletzt Wolfgang Hubers Engagement in dieser Frage zu verdanken.

Auch mit 76 Jahren ist Wolfgang Huber immer noch aktiv in seiner Praxis.

Es ist sein Anliegen, die Klinische Umweltmedizin intensiver bekannt zu machen und er fordert gerade von jüngeren Kollegen mehr Engagement im Bereich des Gutachterwesens.

Auch hier legt er den Finger in die Wunde, spricht von Gerechtigkeitslücke, wenn es um die Frage schadstoffbedingter Berufsunfähigkeiten geht. Als unermüdlicher Kämpfer vor Gerichten hat er in den vergangenen Jahren zahllose Patienten vertreten, deren Krankheiten von den verantwortlichen Verbänden ignoriert werden und gerne in den Bereich der Psychiatrie geschoben werden.

Die Ehrung von Wolfgang Huber ist in gewisser Weise auch eine Ehrung der umweltmedizinischen Verbände, in denen Wolfgang Huber über viele Jahre in den Vorständen mitgewirkt hat, und in denen seine Handschrift auch heute noch deutlich zu lesen ist.

Auch wir danken Wolfgang Huber für sein unermüdliches Engagement und freuen uns mit ihm über diese Auszeichnung.

Lutz Höhne | Zahnarzt  -  Umwelt-ZahnMedizin | Dirmstein